Lammkeule aus dem Römertopf

Lammkeule aus dem Grill

Eine Lammkeule gehört zu Ostern wie die Gans zu Weihnachten. In beiden Fällen gibt es ebenso viele Arten der Zubereitung wie es Köche gibt. Ostern 2019 haben wir uns endlich an eine Variation gewagt, die wir schon lange im Sinn hatte: Eine ganze Lammmkeule aus dem Kugelgrill.

Nachfolgendes Rezept besticht durch seine Einfachheit und das äußerst schmackhafte Resultat. Es gründet sich auf eine uralte Folge von Jamie Olivers „Naked Chef“. Zum Garen im Kugelgrill verwenden wir einen Römertopf.

  • 1 Lammkeule (ca. 2 – 2,5 kg)
  • 1 Knolle Knoblauch
  • 1 Handvoll Salbeiblätter
  • 4 Zitronenspalten
  • Olivenöl
  • Pfeffer, Salz

Die Lammkeule oberflächlich rautenförmig einschneiden. Gut mit Olivenöl einreiben, pfeffer und salzen.

Den Römertopf etwa eine Viertelstunde lang wässern. Dann das Wasser ausgießen, 2 EL Olivenöl in den Topf geben und mit den vier Zitronenspalten auslegen. Die Knoblauchzehen pellen und in Scheiben schneiden. Knoblauchscheiben und Salbeiblätter in die Schnitte stecken und die so präparierte Lammkeule in den Römertopf legen.

Die Holzkohle im Anzündkamin entzünden und durchglühen lassen. Den Kugelgrill (es funktioniert auch ein guter Grillwagen, solange er nur eine verschließbare Haube hat) damit befüllen und die Kohle dabei auf eine Seite des Grills legen. Den Römertopf auf die andere Seite stellen, so dass er nicht direkt über der Glut steht. Gegebenenfalls, sofern Ihr Grill keinen Trichtereinsatz hat, mit Aluminiumfolie für zusätzlichen Schutz sorgen, so dass der Topf wirklich nur indirekt erhitzt wird und die Hitze im Grill mithilfe der Lufteinlässe auf 180 – 200°C einstellen.

Die Lammkeule etwa drei Stunden im Grill garen und ggf. Kohlen nachlegen, falls die Hitze nachlässt.

Nach etwa zwei Stunden den Bratensaft abschöpfen. Diesen kann man entweder so wie er ist als Soße verwenden oder mit etwas Mehl und Butter binden:

  • je nach Menge des Bratensaftes 50 – 80 g Butter
  • 1 – 2 EL Mehl
  • 100ml Sahne (Kochsahne)

Mehl und Butter zu einem homogenen Teig verkneten und in kleinen Flöckchen in den Bratensaft rühren. Mit der Sahne abziehen und abschmecken.


Was gibt´s dazu?

Feste Regeln für die Beilage gibt es glücklicherweise nicht, traditionell isst man allerdings grüne Bohnen zur Lammkeule. Wir haben uns für Rosmarinkartoffeln entschieden. Ostern fiel spät aus, so dass es bereits Erdbeeren und Spargel gab. Als Salat gaben diese beiden Frühsommerboten ein fruchtig-leichtes Pendant zu dem eher schweren Lamm.


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